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Das Forschungsvorhaben erforscht im Rahmen eines Ost-West-Vergleichs die Möglichkeiten und Potenziale ehrenamtlichen Engagements von Jugendlichen im Blick auf eine nachhaltige demokratische Entwicklung ländlicher Regionen.

Dazu sollen zum einen demokratische Praxen und demokratiebildende Potenziale in ländlich verorteten Jugendverbänden, Jugendarbeit und der kommunalen Jugendpolitik (Jugendhilfeausschuss, Jugendparlament) untersucht werden. Zum anderen geht es darum, die Perspektiven der verbandlichen Jugendarbeit als Akteur der Regionalentwicklung ländlicher Kommunen/Gemeinden zu erforschen.

Der Vergleich bezieht sich auf die Länder Schleswig-Holstein sowie Brandenburg und erfolgt in Kooperation mit den dort ansässigen Landesjugendringen. In jedem Bundesland werden zwei ländliche, aber strukturdifferente Regionen beforscht: eine dörfliche und eine stadtperiphere Region. Und es werden in jeder der insgesamt 4 Regionen drei Jugendverbände: Sportverein, Landjugend, Jugendfeuerwehr, d.h. insgesamt 12 Jugendverbände untersucht. Um nicht nur die Ebene der Vereine, sondern auch die der konkreten Kommune insgesamt einzubinden, werden darüber hinaus in jeder Region ein Jugendhilfeausschuss und ein Jugendparlament in die qualitative Studie einbezogen.

Da Demokratie die Einheit von Leben und Lernen, d.h. von Theorie und Praxis, voraussetzt, kommt im Rahmen der Studie eine partizipative Forschungsmethode, die sogenannte Handlungspausenforschung zur Anwendung. Sie verspricht, nicht nur beschreibende Sozialforschungsergebnisse zu erbringen (Theorie, Lernen), sondern zugleich Bildungsprozesse zu ermöglichen, die im Anschluss an das Forschungsprojekt in der konkreten demokratischen Praxis der Jugendverbände, Jugendhilfeausschüsse und Jugendparlamente genutzt und realisiert werden können (Praxis, Leben). Die methodische Konzeptionierung des Forschungsprojekts folgt insofern dem Anspruch, demokratische Partizipation nicht nur als Forschungsgegenstand zu behandeln, sondern in den Forschungsprozess selbst so zu integrieren, dass die Forschungspraxis als dialogisch-partizipativ gelten kann.

 

Laufzeit der Studie: 2021 - 2024

Studienleitung: Prof. Dr. Elisabeth Richter, Prof. Dr. Wibke Riekmann

Wissenschaftliche Mitarbeit: Solveig Langenohl, Oliver Stettner

Studentische Mitarbeit:
Julia Drewes, Jonah Onnen

 

Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft