Prof. Dr. Urszula Martyniuk

Professur für Sexualwissenschaft

Biografie

Urszula Martyniuk studierte Psychologie mit den Schwerpunkten Klinische Psychologie, Sozialpsychologie und Sexualwissenschaft an der Adam-Mickiewicz-Universität, Posen (Polen). Nach einem Austauschstudium an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, schloss sie das Studium 2008 ab und absolvierte anschließend ein Aufbaustudium in Sexologie („Psychologische Hilfe im Bereich der Sexologie“), ebenfalls an der Adam-Mickiewicz-Universität, Posen.

Von 2008 bis 2019 war sie am Institut für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) tätig. Die sexualwissenschaftliche Promotion in Psychologie erfolgte 2016, die Approbation in Psychotherapie (Fachkunde tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) 2018.

Urszula Martyniuk ist Mitglied mehrerer Fachgesellschaften (International Academy of Sex Research, Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung, Polish Sexological Society und Deutsche PsychotherapeutenVereinigung) und Gutachterin verschiedener Peer-Review-Zeitschriften (u.a. Media Psychology, Bundesgesundheitsblatt, Dziecko Krzywdzone [Maltreated Child]).

Seit 2021 hat sie die Professur für Sexualwissenschaft an der Medical School Hamburg inne.

Klinische Tätigkeiten

Als klinische Psychologin arbeitet Urszula Martyniuk seit 2010 in ambulanten und stationären Settings (u.a. Spezialambulanz für Sexuelle Gesundheit und Transgenderversorgung am UKE, Psychosomatische Klinik Ginsterhof). Neben der psychodynamischen Psychotherapie von psychischen Störungen liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf der Behandlung von sexuellen Störungen und der Förderung der sexuellen Gesundheit.

Lehrtätigkeiten

Urszula Martyniuk verfügt über langjährige Lehrerfahrung. Sie war an der sexualwissenschaftlichen Lehre für Medizinstudierende am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf beteiligt und hat im Rahmen des Wahlfachangebots für alle Studierenden der Universität Hamburg interdisziplinär zusammengesetzte Studierendengruppen in sexualwissenschaftlichen Themen unterrichtet. Sie ist als Dozentin in der psychotherapeutischen Aus-, Fort- und Weiterbildung tätig (u.a. Institut für Psychotherapie am UKE, DGVT-Ausbildungsakademie) und hat verschiedene Vortragstätigkeiten und Lehraufträge wahrgenommen, u.a. an der Hochschule Merseburg und der Adam-Mickiewicz-Universität, Posen. 

Forschungsschwerpunkte

Urszula Martyniuks Forschungsinteresse gilt besonders den Themenfeldern: psychosexuelle Entwicklung, Jugendsexualität, Sexualität und Internet, sexualisierte Gewalt sowie kulturellen Aspekten der Sexualität.

Sie verfügt über Forschungserfahrung sowohl in qualitativen (BZgA-Studie „Jugendsexualität im Internetzeitalter“) als auch in quantitativen Projekten (u.a. im Rahmen der BMBF-Förderlinie „Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten“; Pilotstudie „Liebesleben in Deutschland“ in Vorbereitung auf die Studie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland“ (GeSiD); „Prospective Biopsychosocial Study of the Effects of Sexually Explicit Material on Young People’s Sexual Socialization and Health (PROBIOPS)“ an der Universität Zagreb, Kroatien).

Publikationen